Sri Lanka 2017

Tag 3: Mihintale und Anuradhapura

Heute Morgen regnet es immer noch. Alles wird mit Schirm erledigt: zum Essen gehen, zum Zimmer gehen und zum Bus gehen. Dort lassen wir die Schirme stehen, denn im Bus haben wir auch Schirme.

Kurzfristig wird umdisponiert und wir gehen zuerst nach Mihintale. Der Bus fährt uns halb hoch und dann laufen wir noch ca. 200 Stufen, bis wir auf einer Ebene sind, wobei allerdings vorher die Schuhe abzuliefern sind. Wir laufen jetzt barfuß weiter im Regen herum. 

Nach rechts geht es eine Felsentreppe hoch zu einem Dagoba, das wir umrunden und wo manchmal ziemlich viel Wind ist. Die Sicht ist nur etwas besser, wenn der Nebel kurzzeitig aufreißt. In die Dagoba rein kann man nicht, denn da gibt es keine Tür. Sie soll aber angefüllt sein mit wertvollen Dingen.

Wir gehen wieder runter und gegenüber wieder hoch zu einem weißen Buddha. 

Auf den richtigen Aussichtsfelsen gehen wir nicht, weil es wohl etwas rutschig und praktisch Null Sicht ist.

Auf dem Rückweg holen wir unsere Schuhe (20 Rupien pro Paar für den Aufpasser) ab, gehen aber weiter barfuß bis zum Bus, da die Füße nass und schmutzig sind. Auf der Treppe sehen wir, wie Sand hochtransportiert wird, denn da soll die nächsten Tage eine Decke betoniert werden. Man schaufelt den Sand in Säcke (vielleicht 5 bis 10 kg je Sack) und dann wird der in einer Menschkette transportiert. Entweder läuft jemand mit dem Sack ca. 10 Meter und übergibt ihn oder manche werfen die Säcke ein paar Meter hoch. Wenn er schlecht fällt, dann rieselt da schon mal Sand heraus. Am Ende wird aber wohl etwas Sand oben ankommen.

Dann geht es weiter zur alten Kaiserstadt Anuradhapura. Unser Führer kauft die Eintrittskarten und wir schauen uns einige Räume im Museum an. Anschließend steigen wir in den Bus und halten an markanten Punkten: doppeltes Mönchsbad, einige Dagobas, Speisesaal, Wächterhaus, Mondstein.

Dann ist es Zeit zum Mittagessen, das wegen der Witterung kein Imbiss wird, sondern wir gehen in ein vielbesuchtes Restaurant und essen dort mit am Buffet, das bezahlt wird. Getränke zahlen wir selbst (2 Sodas für 250 Rupien).

Für Nachmittag ist die Besichtigung von 4 Dagobas/Tempel vorgesehen. Endlich regnet es 2,5 Stunden nicht. Zur ersten können wir bis zu den Treppen mit Schuhen gehen. Bei der zweiten müssen wir die Schuhe wieder abgeben (20 Rupien). Neben einem Tempel gibt es die Lovers in Stein und einen kleinen Berg mit Aussicht zu besteigen.

Zu Nummer 3 gehen wir gleich barfuß und sehen, wie viele Gläubige eine sehr lange gestreifte Stoffbahn über die Köpfe mit SingSang zur Dagoba tragen. Wir gehen mit und sehen, dass am Ende die Stoffbahn einmal um die gesamte Dagoba gespannt/tapeziert wird.

Anschließend laufen wir für unsere aufgeweichten Füße doch eine recht lange Strecke direkt zum heiligen Podhi-Baum. Viel ist von dem Baum nicht mehr grün, d.h. alles Totholz ist fortgeschafft. Zwei goldene Zäune umgeben den Baum, wobei der Innere Echtgold sein soll.

Zum Glück ist uns der Bus nachgefahren und wir müssen nicht den ganzen Weg wieder zurücklaufen. Kurz vor dem Einbussen beginnt es wieder zu regnen und während der ganzen Fahrt zurück (knapp 2 Stunden) regnet es.

Zurück im Hotel lässt sich Monika noch einen Samahan-Tee liefern (gegen Erkältung u.a.) und kaum sind wir im Zimmer fällt der Strom des öfteren aus. Endlich benötigen wir unsere mitgebrachte Taschenlampe.

Der Weg zum und vom Essen ist regenfrei, aber jetzt hören wir, wie es wieder mal schüttet. Für Morgen ist besseres Wetter angesagt. Hoffen wir das Beste.

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