Sri Lanka 2017

Tag 9: Ella und Zugfahrt

Der heutige Tag war von der Planung her ein Fehlschlag. Unser Guide wollte den Zug um 9:20 nehmen und deshalb mussten wir um 7 Uhr abfahren, also 6:15 Frühstück. Wir wurden bedient: Früchteteller, Eiomelett, Marmelade, Butter, Toastbrot und Bananenkuchen.

Es war gerade hell, als wir um 7 Uhr losfahren. Kurz nach 8 am Bahnhof von Ella ist keinerlei Personal auffindbar. Das Büro des Bahnchefs steht offen, ist aber verwaist.

Unser Führer wollte sich erkunden, ob der Zug pünktlich kommt. Nach einigen Telefonaten erfahren wir, dass wir den Zug um 11 Uhr nehmen müssen, weil da die Plätze für uns reserviert sind. Wir hätten also 2 Stunden später aufstehen können.

Wir fahren durch Ella durch und ein Tal ein Stück hinunter bis zu einem Wasserfall, wo es wieder zu regnen beginnt. Links oben am Berg soll der Little Adams Peak sein. 

Wir fahren wieder nach Ella hoch und holen am ATM noch einmal 30.000 Rupien. Nun heißt es 2 Stunden warten. Unser Guide lädt uns zu einer Tasse Tee in ein Lokal (im 1. Stock) ein. Wir essen dort einen Becher Curd (Büffel-Joghurt mit Honig) für 200 Rupien. Schmeckt recht lecker. Glücklicherweise hört es wieder mit regnen auf.  

Um halb 11 sind wir wieder am Bahnhof und jetzt ist dort richtig was los. Der Zug kommt recht pünktlich, wobei man die Diesellok schon lange vor dem Blickkontakt hört. 

Wir haben im letzten Wagen mit Blick nach hinten unsere reservierten Plätz. Der Einstieg in den Waggon ist ähnlich wie beim LKW eine Leiter mit 3 Stufen hoch. Die Seiten-Fenster sind klein, sodass die Innensitzenden keine Fotos aus den Fenstern machen können. Der Blick nach hinten durch das Panoramafenster wird mit der Zeit auch langweilig. 

Glücklicherweise ist der Wagen nicht voll, so dass jeder dann doch einen Fensterplatz bekommt. Der Wagen schaukelt und ruckelt ganz schön, denn die Schienen sind nicht verschweißt. Leider beginnt es nach 20 Minuten wieder zu regnen und die Sicht wird durch Nebel weiter verschlechtert. Schade, schade.  

Kurz vor Haputale hält der Zug auf freier Strecke und hat dann große Mühe, wieder anzufahren. Beim Aussteigen sind die Einsteigenden schneller und es gibt ein großes Gedränge vor der Zugleiter. Alle kommen aber raus und unser Bus ist auch schon da.  

Wie fahren wieder durch Haputale, das wir bereits kennen, in Richtung Melheim-Hotel und biegen dort auch tatsächlich ab. Die nächsten 45 km fahren wir eine enge und schlechte Straße meistens bergab. Es regnet inzwischen nicht mehr und das sollte bis Urlaubsende auch so bleiben. Ab sofort zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite.

Bei einem 200 Meter hohen Wasserfall halten wir zum Fotografieren und 400 Meter weiter an einem Lokal zum Mittagessen.  

Wir essen Reis und Curry-Gemüse und Reis  mit Curry Ei. Wir bekommen eine riesenovale Platte mit Reis, 4 Schüsseln Gemüse, 1 Schüssel mit einem hartgekochten Ei in Soße und eine Schüssel gebackene Roti. Zuviel um alles zu essen. Es hätte für 4 gereicht. Das und ein Bier kosten ca. 1600 Rupien (11 Euro).

Unser Führer beschließt, dass wir heute nur noch den Felsentempel Buduruwagala besichtigen. Der 2. Tempel soll Morgen drankommen, weil wir sonst sehr spät ins Hotel kommen würden und wir Morgen eigentlich Zeit dafür haben. Der Felsentempel mitten in der Pampa ist eigentlich eine senkrechte Felswand, aus der insgesamt 7 Figuren herausgemeißelt worden sind: Stehende Buddhas oder so. Auf der Fahrt dahin können wir Pfaue, Bienenfresser (grün) und Eisvögel fotografieren.  

Bienenfresser

Kingfisher oder Eisvogel

Anschließend geht es weiter und beim Dunkelwerden treffen wir in unserem Hotel ein. Bis wir die Zimmer bezogen haben, ist es praktisch dunkel. Zwei Tempel zu besichtigen, ist bei diesem Zeitplan unmöglich. Da hat unser Führer Recht. Wir hätten den Zug um 9:20 Uhr nehmen sollen.

Das Hotel ist wieder etwas Besonderes. Aus Angst vor Stechmücken werden wir heute Nacht vielleicht die AC laufen lassen.

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