Nagold

Die Nagold ist von uns in einer knappen Stunde zu erreichen und wohl der schönste Bach. Wir fahren immer von Hirsau bis Dillweißenstein. Der Wasserstand sollte mindestens 75 cm in Calw haben.

Bei einem Wasserstand von fast 160 cm und einer Wassertemperatur von 3 Grad ist Wildwasserequipment schon erlaubt.

An diesem Tag war der Bach gut gefüllt und die Sonne scheint beim Einstieg in Hirsau.

Wann alle auf dem Wasser sind, dann geht es los. Hier die erste Brücke in Hirsau.

Bis zum ersten Wehr (Ernstmühle) ist die Nagold etwas langweilig (Stau). Bei genügend Wasser kann man das Wehr immer fahren.

Manchmal muss man schon kämpfen, um über die Wehrkrone zu kommen.

Unten ist dann für Abkühlung gesorgt.

Jürgen ist schon unten und winkt uns ein: links, weiter links, jetzt los!

Die Wehrkrone ist trocken.

Dann ist wandern angesagt.

Ab Ernstmühle ist die Langeweile vorbei. Immer wieder gibt es solche hübschen Schwälle (hier kurz vor Bad-Liebenzell), die für Aufregung sorgen.

Steine gibt es überall und man hat ständig zu schauen.

Die Burg von Bad-Liebenzell. Peter wird da oben wohl nie einen Kaffee trinken, obwohl er jedes Mal davon schwärmt.

Nach Bad-Liebenzell wird die Nagold wieder ruhiger und es macht sich der Stau vom Monbach-Wehr bemerkbar. Hier die Holzbrücke bei der Eislaufhalle mit gelochtem Kajak.

Wenn möglich machen wir noch vor Unterreichenbach Mittagspaus. Der Ausstieg ist etwas steil und durch Brennesseln erschwert.

Das Wehr in Unterreichenbach hat soviel Wasser wie noch nie.

Jürgen erklärt genau: da hätten wir fahren müssen oder können, haben aber nicht gewollt oder uns nicht trauen dürfen.

Bei diesem Wasserstand kann man fahren, hat dann hinterher aber mit vielen Steinen zu kämpfen.

Aber manchmal trauen wir uns dann doch.

Die zweite Pausemöglichkeit ist am Biotop zwischen Unterreichenbach und dem nächsten Wehr an der Sägemühle.

Auch das Wehr an der Sägemühle kurz nach Unterreichenbach hat hier viel Wasser zu bieten.

Das gleiche Wehr bei wenig Wasser. Dieses Wehr ist selten fahrbar und die Boote werden rechts umgetragen.

Letztes Hindernis: das Steinwurfwehr. Jürgen testete, Walter fuhr gemäß Anleitung und die anderen drei trugen um.

Das Steinwurfwehr bei wenig Wasser schaut so aus (paddlerfeindlich). Deshalb wird dieses Hindernis in der Regel links umgetragen.

Das Einsteigen ist bei soviel Wasser nicht ganz einfach.

Am Schluss schaffen es aber immer alle und die Fahrt geht rasant weiter.

Der Rest bis zum Ziel kurz vor Dillweißenstein ist dann wieder Genuss pur. Viel Strömung, wenig Steine, keine Bäume, schöne Wellen. Bei wenig Wasser haben Schlauchboote so ihre Probleme.

Und hier ist dann unser Ziel: bitte alles aussteigen

Während die einen warten und sich noch etwas sonnen können, holen die Autofahrer die Autos von Hirsau.

Insgesamt hat die Nagold alles zu bieten: Staus, Wehre, Schwälle. Einfach schön und gerade richtig für uns.

Noch etwas: das Wasser riecht nicht mehr ganz frisch. Jede Kläranlage hat so sein eigenes Gschmäckle. Es liegen aber häufig sehr schöne Fußbälle (Leder) im Bach, mit denen wir später Kinder erfreuen.